Posted on April 18th, 2012 by Lisa
Nürnberg, 12.04.2012
Sehr geehrte Damen und Herren,
schockiert hat der AStA erfahren, dass die ehemalige „Gleichstellungsbeauftragte“ Monika Ebeling einen Vortrag zum Thema „Können Jungen und Männer in unserer Gesellschaft benachteiligt werden?“ an der Fakultät Sozialwissenschaften halten wird. Wir sind für viele kritische Debatten offen und gerade die Themenfelder Ungleichheit und Benachteiligung sind unserer Meinung nach wichtig. Umso mehr schockiert es uns, dass bei einer interessanten Veranstaltung einer solchen Referentin ein Podium für ihre frauenfeindlichen und antifeministischen Positionen gegeben wird. So kritisiert sie in „Keine Panik in der Geschlechterdebatte“ die mangelnde Wertschätzung mancher Frauen gegenüber dem männlichen Glied oder möchte nicht, dass Frauen Vollzeit arbeiten, da sie so keine Zeit mehr hätten sich um ihre Kinder zu kümmern, wie sie in einem Spiegelinterview erzählt.
Auch, dass Frauen heutzutage noch weniger verdienen hält sie für ein Märchen. Aus ihrer Sicht ist eine Gleichstellung von Mann und Frau schon erreicht, alle weiteren Bemühungen hinsichtlich der Gleichstellung führen aus ihrer Sicht zu einer Benachteiligung der Männer. Frau Ebeling verschließt die Augen vor der gesellschaftlichen Realität. Sie verhöhnt alternative Lebensentwürfe und reproduziert heteronormatives Denken, wenn sie mehr Wertschätzung für Penisse einfordert und ignoriert, dass es durchaus Frauen gibt, die eine Vorliebe für das eigene Geschlecht besitzen. Insgesamt scheint sie Frauen vor allem als Reproduktionsautomaten zu
sehen, die sich um Haushalt und Kinder kümmern sollen. In ihrem Weltbild scheint für ökonomische Unabhängigkeit und Selbstbestimmung kein Platz zu sein. Hier wundert es dann auch nicht mehr, dass die glühende Antifeministin Eva Hermann sich positiv auch Frau Ebeling bezieht . Allgemein revidieren ihre Ansichten Jahrzehnte von Frauenbewegung, die eben nicht nur für eine rechtliche Gleichstellung, sondern auch für Selbstbestimmung und (ökonomische) Unabhängigkeit gekämpft hat und immer noch kämpft. In diesem Sinne verschließt Frau Ebeling ihre Augen vor der gesellschaftlichen Realität und fantasiert sich eine Egalität zwischen den Geschlechtern herbei, die leider eben noch nicht erreicht ist. Frauen sind immer noch benachteiligt oder befinden sich in einem gnadenlosen, ökonomischen Abhängigkeitsverhältnis, welches noch durch die Ehe zementiert wird. Ein Ausweg aus dem Abhängigkeitsverhältnis bedeutet noch heute eine radikalen Bruch mit der materiellen Versorgung und fast immer den sozialen Abstieg. Ihre kruden Thesen, verbreitet Frau Ebeling unter dem Schirm der „tatsächlichen“ Gleichstellung der Geschlechter. Zudem verfügt die bekennende Antifeministin Monika Ebeling offensichtlich über keinerlei Wissen zum Thema Feminismus, in all ihren Schriften und Vorträgen macht sie deutlich, dass aus ihrer Sicht sich lediglich Frauen für Frauenrechte einsetzen und diese allesamt männerhassende Frauen seien, welche Männer zielgerichtet und böswillig benachteiligen würden. Auch bezieht sie sich auf ihrer Homepage mehrfach auf Thilo Sarrazin, dessen Thesen sie für unterstützenswert hält: http://geschlechterdemokratie.wordpress.com/ .
In diesem Zusammenhang verwundert dann auch nicht mehr, dass Frau Ebeling auf Ihrem Blog auf den rechtslastigen KOPP-Verlag verlinkt und für sie Burschenschaften lediglich Männerbünde sind, die sich für die Rechte von Männern einsetzen und als solche kaum „in die rechte Ecke“ zu stecken sind.
Die Studierendenvertretung verwehrt sich gegen jegliche Form des Sexismus und auch Rassismus an der Hochschule. In diesem Zusammenhang möchten wir auch nochmal explizit auf den Beschluss des Studierendenparlaments vom 5.12.2007 hinweisen, der ausdrücklich fordert, dass Hochschulen ein Ort der Gleichstellung und Emanzipation der Geschlechter sein sollen und dementsprechend Vorbild für ein tolerantes Miteinander.
Dieser offene Brief an das Dekanat der Fakultät Sozialwissenschaften soll nicht als Kritik an der Veranstaltungsreihe Herrn Tischners verstanden werden, sondern bezieht sich lediglich auf den Vortrag von Frau Ebeling, deren Thesen und Theorien durch keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse fundiert sind. Frau Ebeling verbreitet hier nur ihre private Meinung, somit ist der Wissenszuwachs für die Studierenden der Fakultät Sozialwissenschaften mindestens fragwürdig. Auf Grundlage dieser Tatsachen und auch weil die Veranstaltung in der Öffentlichkeit ebenfalls schon für reichlich Unmut gesorgt hat, fordert der AStA das Dekanat der Fakultät Sozialwissenschaften auf sich von der Veranstaltung zu distanzieren und diese abzusagen, um diesen Theorien keinerlei Plattform zu bieten.
Mit freundlichen Grüßen
AStA Hochschule Nürnberg
mit Unterstützung der Fachschaft Sozialwissenschaften
Posted on März 28th, 2012 by Lisa

Kino von Studierenden für Studierende
Der AStA zeigt: American History X
Die Vorführung startet um 19:00 Uhr in A034. Der Eintritt ist frei, Getränke könnt ihr zum Selbstkostenpreis erwerben. Wir freuen uns auf euren Besuch.
Posted on März 5th, 2012 by Anna
Zum 101 mal jährt sich in diesem Jahr der Internationale Frauentag, am 8. März 1911 wurde er in Deutschland erstmals von der Sozialistin Clara Zetkin ausgerufen. Im Laufe der letzten 101 Jahre hat sich vieles für Frauen verbessert, dennoch ist Feminismus längst nicht überflüssig!
Unter dem Motto „Den sexistischen Normalzustand angreifen!“ finden ab 14 Uhr Infotische, Aktionen, Ausstellungen und vieles mehr, in der Nürnberger Innenstadt rund um die Lorenzkirche statt.
Um 17:30Uhr ist dort auch der Auftakt der Demo.
Infos auf: http://frauenkampftagnbg.blogsport.de/
Abends, ab 18 Uhr gibt es eine besondere Veranstaltung in der “LUISE” zum Thema „Protest! Was treibt junge Frauen“.
Welche Ausdrucksformen haben junge Frauen, um Ihre Meinung kund zu tun, gerade durchs Leben zu gehen und für was stehen sie ein?
In einer Talkrunde werden verschiedene junge Frauen zu Wort kommen. Anschließend verwöhnen verschiedene musikalische Beiträge die Ohren des männlichen und weiblichen Publikums.

Posted on Februar 6th, 2012 by Anna
In der letzten Sitzung hat das Studierendenparlament die KandidatInnenliste für den Preis für herausragende Lehre an bayerischen Fachhochschulen 2012 in dieser Reihenfolge festgelegt:
1. Prof. Dr. Renate Bitzan (Fak. AW)
2. Prof. Dr. Erika v. Rautenfeld (Fak. SW)
3. Prof. Dr. Christoph v. Praun (Fak. IN)
Wir drücken unseren KandidatInnen die Daumen!
Posted on Januar 13th, 2012 by Anna
Pressemitteilung
Die Studiengebührendebatte hat durch Christian Ude und Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch neuen Wind bekommen. Die SPD verspricht eine Abschaffung der Unimaut und eine vollständige Kompensierung der Mittel bei einem Wahlerfolg 2013. Heubisch hingegen will weiterhin unter allen Umständen an den Gebühren festhalten und betont deren Unverzichtbarkeit, um die hervorragenden bayerischen Universitäten als solche zu erhalten.
Dies verwundert die Studierenden besonders deshalb, weil kurz vor Einführung der Studiengebühren der Wissenschaftshaushalt massiv gekürzt wurde. Esther Dammer, studentische Senatorin an der LMU äußert Unverständnis für den Wissenschaftsminister: “Wenn Herr Heubisch jetzt die Gebühren als unverzichtbar für hervorragende Universitäten erachtet, dann wird die aktuelle staatliche Finanzierung offensichtlich dem bayerischen Anspruch, ein Bildungsland zu sein, nicht gerecht. Auch in anderen Bundesländern gibt es exzellente Hochschulen — völlig ohne Studiengebühren. Ein so reiches Land wie Bayern sollte dahinter nicht zurückbleiben. Das muss der Minister bedenken, wenn er die Gebühren als zwingend notwendig darstellt.“
Die Abschaffung der Studiengebühren in allen Bundesländern bis auf Niedersachsen und Bayern zeigt außerdem, dass sich dieses Modell der Studienfinanzierung nicht bewährt hat. “Für die bayerischen Studierendenvertretungen ist es absolut unverständlich, dass Bayern nach wie vor an den unsozialen und überholten Gebühren festhält, während andere Bundesländer schon längst die richtigen Konsequenzen gezogen haben — und zwar die Abschaffung. Dass Herr Heubisch die Gebühren weiterhin als sozial verträglich bezeichnet, grenzt an Realitätsverweigerung”, so Franziska Traube, Sprecherin der Landes-ASten-Konferenz Bayern. “Wir wundern uns außerdem darüber, dass der Minister immer wieder Studiengebühren gegen Kindergartengebühren aufwiegt. Eine Ungerechtigkeit relativiert nicht die andere. Gebühren im Kindergarten sind genauso falsch wie Gebühren in der Hochschule. Freie Bildung für alle vom Kindergarten bis zum Studium muss selbstverständlich sein.“
Michelle Klein, Geschäftsführerin der Studierendenvertretung der LMU fügt abschließend hinzu: “Der Minister sollte sich weder bei der Frage der Regierungsbeteiligung noch beim Thema Studiengebühren so selbstsicher geben. Bereits jetzt gibt es mehrere Petitionen und Volksbegehren gegen die Unimaut. Statt Wahlkampfparolen abzusondern sollte im Ministerium endlich über ein tragfähiges, sozial gerechtes Konzept zur Ausfinanzierung der bayerischen Universitäten nachgedacht werden — ohne Studiengebühren! Bis zur Landtagswahl wird das Thema weiter an Fahrt gewinnen — und auch wir werden die Auseinandersetzung nicht scheuen.“
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Posted on Dezember 13th, 2011 by Anna
Das Studienberatungsportal ist eine Beratungsplattform der Ohm-Hochschule in Nürnberg mit einem Angebot an Foren– und Chatberatung. Hier erhaltet ihr Unterstützung und Hilfe bei Fragen zum Studienstart, zum Studium selbst und allem was rund um das Studium anfällt. Qualifizierte Studierende aus höheren Semestern, die sich ehrenamtlich engagieren, beantworten eure Fragen und leiten komplexe und spezifische Fragestellungen weiter an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule. Ihr könnt aber auch gerne euer eigenes Wissen und eure Erfahrungen teilen.